Teil 8
In dieser Ausgabe der Zeitreise stellen Ihnen nochmals einen Bericht zum Thema „Schilfrohr als Dämmstoff“ aus Mai 2006 vor. Hierbei hat der Bausachverständige Gerhard Holzmann neben der Verarbeitung der Dämmstoffplatten auch einige Vor- und Nachteile aufgezählt.
Immer wieder werden insbesondere Baustoffe im Hausbau erst dann für gut befunden, wenn man den Markt damit umfassend und flächendeckend bedienen kann. Dies liegt vor allem der Industrie am Herzen.
Allerdingd insbesondere in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit mancher Produkte schlicht Unsinn. Nachwachsende Rohstoffe, wie beispielsweise das Schilf, aber auch Hanf, Flachs, Baumwolle, Kokosfasern, Kork und viele andere pflanzenbasierende Quellen müssen erst einmal wachsen. Zum Wachsen benötigt jede Pflanze ihren individuellen Lebensraum und die entsprechende Versorgung. Natürlich kann man den Regenwald roden, um mittels Monokulturen Sojabohnen oder Palmöl zu produzieren. Die Resultate kennen wohl fast alle. Man kann aber auch smart kultivieren und pflanzliche Rohstoffe in ihrer Artenvielfalt jeweils dort nutzen, wo selbige auch natürlich wachsen. Schilf wächst an Gewässern und Flachs und Hanf auf Feldern. Warum also Schilfdämmstoffe durch halb Deutschland transportieren, wenn es am Zielort ganz andere Möglichkeiten regional gäbe? Natürlich mögen so manche Betriebswirtschaftler nun antworten, wegen des Umsatzpotenzials. Massen produzieren, weltweit in großen Mengen liefern, dabei Kosten sparen und Marchen hoch halten. Aber ist das schlau? Wäre es nicht klüger und letztlich auch effektiver die Rohstoffe der Region in der Region zu vermarkten? Gedanken, die man sich vielleicht durchaus machen könnte.Schilf ist jedenfalls ein pflanzlicher Rohstoff, der ganz schön vielfältig ist, ob als Reet auf dem Dach, als Dämmplatte oder Putzträger mit ganzen Rohren oder als Granulatplatten und Faserzusatz in anderen Baustoffen. Hier gibt es eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten. Ganz am Rande, kann durch eine Ernte von Schilfrohr auch das Biotop, in welchem die Pflanze natürlich wächst, gepflegt werden.
Dieser Bericht aus “Der Bausachverständige” (Ausgabe 05/2006) wurde über 5 Seiten erstellt. Teile hiervon sind überdeckt, um die Publikationsrechte des Verlagshauses nicht zu verletzen. Für den vollständigen Artikel wenden Sie sich bitte direkt an Fraunhofer IRB Verlag in Stuttgart.




