Öttershausen: „…Seit gut 40 Jahren ist der Gutshof Öttershausen in Unterfranken dem Verfall preisgegeben. Jetzt hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, um das historische Gemäuer noch zu retten. Der Eigentümer hat das Gebäude-Ensemble längst aufgegeben.
Der Gutshof Öttershausen liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe bei Gaibach im Landkreis Kitzingen. Die Bevölkerung vor Ort verfolgt seit gut 40 Jahren den Verfall des Gutshofes. Der Eigentümer, Paul Graf von Schönborn, nutzt das dreiteilige Anwesen schon seit 1980 nicht mehr. Viel Geld, um den völligen Verfall zu verhindern, will und kann er nicht investieren. Die öffentliche Hand müsste finanziell einspringen. Doch auch dem Staat fehlt dafür das Geld. Ein Verein, die Interessengemeinschaft Gutshof Öttershausen, versucht jetzt, das Baudenkmal zu retten.
Der Gutshof wurde in der Echterzeit um 1586 als Schlösschen mit einem Wohntrakt errichtet. Teile davon stehen noch heute, unter anderem eine Wendeltreppe mit Steinstufen. Von 1741 bis 1747 hat dann der große Baumeister des Barock, Balthasar Neumann, Öttershausen umgebaut und erweitert zu einem Getreidelager mit vier Etagen. Was aber erst jetzt zum Vorschein kommt: Balthasar Neumann hat schon damals Eisenträger in die Decken eingebaut, wie eine Vorstufe der heutigen Stahlbetondecke….“
Quelle und Volltext: br.de