„…Die deutsche Immobilien- und Bauwirtschaft befindet sich um Umbruch: Nach Jahren rasanter Entwicklung folgte seit dem Jahr 2022 ein erheblicher Einbruch. Steigende Baukosten, hohe Zinsen und politische Unsicherheiten bremsten den Markt aus. Doch die jüngsten Sondierungsgespräche von CDU und SPD senden nun Signale für einen Kurswechsel – mit möglichen Gewinnern und Verlierern. Gleichzeitig deuten erste Marktbewegungen auf eine vorsichtige Trendwende hin, die Investoren, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe aufhorchen lässt.
In den letzten Jahren zeigt besonders der Wohnungsmarkt tiefe Risse. Laut Thomas Glatte, Leiter des Studiengangs Immobilienwirtschaft an der Hochschule Fresenius in Heidelberg, fehlen aktuell bundesweit rund 750.000 Wohnungen, bis zum Jahr 2027 könnte diese Lücke auf über 830.000 anwachsen. Ursache ist nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch ein Investitionsstau, der durch explodierende Bauzinsen und Materialpreise zusätzlich verschärft wurde. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Jahr 2022 mit ihrer Zinswende einen entscheidenden Impuls gesetzt, der die Finanzierung von Neubauten erheblich verteuerte. Hinzu kamen immer umfangreichere politische Vorgaben, die die Umsetzung von Bauvorhaben verzögerten oder verteuerten….“
Quelle und Volltext: meistertipp.de